Am 12. April besuchte ich die Hohe Rhön in Frankenheim. In der Hochrhönhalle diskutierte ich gemeinsam mit dem Bürgermeister von Frankenheim, dem VG-Vorsitzenden, Gemeindevertretern und Vorsitzenden der ansässigen Vereine über die touristischen Perspektiven in der Thüringer Rhön. Gegenstand der Diskussion waren u.a. die ausbaufähige Infrastruktur der Thüringer Rhön, das Wander- und Radwegenetz, das Biosphärenreservat, das Gastronomie- und Hotelgewerbe sowie der Förderbedarf für die Kommunen in der Verwaltungsgemeinschaft. Die Gesprächsrunde erweiterten MdL Manfred Hellmann sowie Landratskandidat Ronald Hande aus Benshausen. Die Akteure vor Ort verwiesen auf eine mangelnde finanzielle Unterstützung von Seiten der Landesregierung. Gerne würde man die Thüringische Rhön entlang des Ellenbogens noch attraktiver für auswärtige Besucher gestalten, allerdings fehlen für die geplanten Projekte die finanziellen Mittel. Dabei hat die Rhön vieles zu bieten: Mit der Dachmarke Rhön wird eine einheitliche Identität nach innen und ein hoher Wiedererkennungswert nach außen geschaffen. Dadurch können die Rhöner Qualitätsprodukte besser vermarktet werden. Darüber hinaus soll der Natur- und Aktiv- Tourismus weiter gestärkt werden. Vor allem für die Wanderfreunde ist der Ausbau weiterer Rundwege wünschenswert. Angebote für Familien und ältere Menschen sollen künftig mehr Gäste in die Thüringische Rhön locken. Im Zuge der Regionalentwicklung wünschen sich die Rhöner einen kleinen „Leuchtturm“, um auch überregionale Aufmerksamkeit zu erzielen. Ein vielversprechender Lösungsansatz ist ein möglicher Zweckverband der umliegenden Gemeinden, um die regionalen Interessen noch besser nach außen zu vertreten und die vorhandenen Kapazitäten zu bündeln. Die Gespräche sollen unter Einbeziehung des neuen Landrates fortgesetzt werden.
>>> Presseartikel: In Südthüringen vom 19.04.2012 Von Förderbedarf und Förderfallen