2. September 2010

Sportpolitischer Tag in Suhl

Am 2. September 2010 war ich zusammen mit der arbeitsmarktpolitischen Sprecherin Ina Leukefeld (MdL) und dem sport- und tourismuspolitischen Sprecher der Thüringer Linksfraktion Knut Korschewsky (MdL) im Wahlkreis unterwegs. Um uns über die Sportinfrastruktur in der Region zu informieren, absolvierten wir einen sportpolitischen Tag in Suhl und Zella-Mehlis. Beide Städte sind für ihre herausragende Rolle im Nachwuchsleistungssport, auch weit über die Ländergrenzen hinweg, bekannt. Dazu besichtigten wir die neue Mehrzweckhalle an der Suhler Straße und den Sportplatz „Am Köpfchen“ in Zella-Mehlis. Im Anschluss besuchten wir den Suhler Sportbund (SBB) und diskutierten mit den Präsidiumsmitgliedern über Probleme im Zusammenhang mit dem demographischen Wandel und der Sportstättensanierung. Gemeinsam mit einigen Vertretern des SBB besichtigen wir die Sporthalle des Rodelteams und den Aue-Sportpark in Suhl und informierten uns über Sportangebote und die ehrenamtliche Arbeit für Kinder- und Jugendliche. Am Ende des sehr aufschlussreichen Tages fand mit Vertretern und Verantwortlichen des Suhler und Zella-Mehliser Sports eine öffentliche Diskussionsveranstaltung im Hotel Thüringen statt. Hier ging es in einer sehr lebendigen Diskussion um Fragen der kommunalen Sportfinanzierung und einer besseren Koordinierung der bundes- und landespolitischen Sportförderung. Dabei herrschte ein einhelliger Konsens darüber, dass aktuell Regulierungsbedarf besteht. Viele Probleme sind dabei nicht nur finanzieller, sondern häufig auch struktureller und organisatorischer Natur.

Hier will DIE LINKE ansetzen und den Schutz und die Förderung des Sports ernst nehmen. Unser Vorschlag ist es, ein Sportfördergesetz des Bundes zu schaffen. In diesem Sportfördergesetz sollen die Grundzüge der Sportförderung verankert sein, um langfristige Planungssicherheit zu gewährleisten. Damit wären die Förderung von Sportangeboten sowie die Verbesserung der Sportinfrastruktur auf eine parlamentarische Grundlage gestellt. Der Bund könnte dadurch endlich seine Aufgabe, einen strukturierten Dialog mit allen Akteuren des Sportbereichs zu führen – welches auch die Europäische Kommission in ihrem „Weißbuch Sport“ formuliert – zufriedenstellend erfüllen.